Als aller erstes bearbeiten wir dieses Thema, da es im Trading zu 90% um Mindset geht und die restlichen 10% dein Skillset beinhalten.
Das Mindset zu haben, um zu verstehen, wie die ‚Tradingwelt‘ funktioniert. Dazu gehört sich ein Fundament an Wissen anzueignen. Es ist essentiell wichtig, dass du dir ein Grundwissen aufbaust,
sowie dass du dich hinsetzt und dir Notizen machst. Deine Notizen pflegst und sie erweiterst, mit jedem Level. ‚Notetakes are Moneymakers’. Die gesunde Erwartungshaltung aufzubauen, dass Trading
kein „ich werde Schnell reich System“ ist. Es ist ein verdammt harter Weg, der jedoch süße Früchte mit sich bringt, solltest du stets dran bleiben. Es gibt gewisse Regeln, die man als Trader
einhalten muss. Wenn du ernsthaft und beständig ein erfolgreicher Trader werden willst, musst du diese Prinzipien erlernen, verstehen, akzeptieren und anwenden, die jeder profitable Trader
versteht und befolgt. Diese Prinzipien zu ignorieren, garantiert dir deinen Misserfolg als Trader.
Du hast sonst nur deine Zeit vergeudet!
Mit dem ersten Punkt, dem fehlenden Mindset, setzen wir den Grundstein für den ersten „Anfängerfehler“. Wobei man hier nicht direkt von einem Fehler sprechen kann, da ein Anfänger sich eventuell
noch garnicht richtig mit seinem Mindset auseinandergesetzt hat und nicht erwartet werden kann, dass dieses von Beginn aus sitzt und dass dieser sofort die Prinzipien kennt. Keinesfalls!
Trading erwartet Disziplin, Selbstbeherrschung, Selbstreflexion, und vor allem Persönlichkeitsentwicklung. Somit beginnt der Anfänger, sich auf eine Reise des Wachstums zu begeben, einer
Erweiterung seiner Komfortzone. Es wird also nicht einfach. Missachtest du diese Punkte dann trotzdem, ist das Scheitern für dich als Trader vorprogrammiert. Lerne vor allem, dass das Akzeptieren
von Verlusten zum Trading gehört, somit bist du schon einen Schritt näher in Richtung Erfolg. Ich gebe dir einen Tipp. Arbeite jeden Tag an deiner Denkweise. Ich werde diesbezüglich in Zukunft
auch regelmäßig Mindset Calls geben, wo wir gemeinsam an unserer Denkweise arbeiten können. Nun jetzt will ich dich fragen, welches Mindset besitzt du?
Um als Trader zu überleben, muss dein finanzielles Wohlergehen ingesamt betrachtet werden.
Unter diesen Begriff versteht man auch sein Tradingkapital bestmöglich zu schützen.
Die Faustregel lautet, dass 1-3% vom gesamten Kapital pro Trade riskiert werden sollte. Falls du gerade erst mit der Tradingwelt in Kontakt getreten bist, empfehle ich dir die Ein-Prozent-Regel.
Demnach solltest du pro Trade niemals mehr als ein Prozent des gesamten Handelskontos riskieren.
Jetzt stellt sich die Frage: „Und wenn ich mehrere Trades setze?“
Dann, splittest du dein Risiko dementsprechend auf alle Trades, womit du immer noch 1-3% vom gesamten Kapital riskierst. Falls du zu denen gehörst, die von Anfang an das Riskmanagement
eingehalten haben, gratuliere ich dir hier. Doch das Problem bei den meisten Tradern ist, dass sie häufig größeren Wert darauf legen, einen Tradingvorteil zu finden. Zu 90% verlangt diese
Vernachlässigung des Risikomanagements einen sehr hohen Preis. Viele unerfahrene Trader, zu denen ich selber gehörte, meinen, dass sie sich nur genügend Kapital zusammen sparen müssen, um ein
Tradingkonto zu eröffnen und anzufangen. Sie erhoffen sich den Lucky Punch. Das trifft nicht zu, keineswegs. Trading ist kein Gamble. Diese Respektlosigkeit gegenüber dem Markt wird jeden, der
diesen Fehler begeht, gnadenlos bestrafen.
Große Gewinne sind zwar schön, doch nicht reproduzierbar. Alles, was du nicht reproduzieren kannst, hat keine konstante. Ohne Konstante wirst du langfristig als Trader nie profitabel. Begrenze
deine Positionsgröße, um deine Verluste zu begrenzen, denn je größer deine Position ist, desto mehr riskierst du zu verlieren. An dieser Stelle sollte der Kontoschutz an aller erster Stelle
stehen. Unser Geld ist in unserer Branche der Hauptfaktor, so dass wir diesem auch die größte Wertschätzung entgegen bringen sollten. Wenn der Markt für uns läuft, sollte der allererste Gedanke
sein, dass du dein Risiko schnellstmöglich aus dem Markt kriegst, also auf BE ziehst.
Lieber werde ich „BE“ ausgestoppt und schaue danach zu, wie der Markt in meine Richtung läuft als das ich zu gierig bin und zu lange warte, um mein Risiko rauszuholen. Es gibt so viele Märkte,
mit so vielen Setups, da kann es mir völlig egal sein, wenn ich bei einem Trade "nur" Breakeven rausgehe, weil Breakeven bereits mein erster Gewinn ist! Auf folgender Seite findet du den
Positionsgrößen Kalkulator, mit dem du dein Riskmanagement einstellen und ausrechnen kannst. Damit kannst du als Trader auch wissen, welche Positionsgröße für dein Konto geeignet ist, ohne zu
viel zu riskieren.
Wir Menschen befinden uns fast unser ganzes Leben in einem Wettbewerb. Es fängt schon in jungen Jahren an, wo verglichen wird, was die anderen haben,
was man selbst nicht hat. Genau so ist es im Trading auch - man vergleicht sich mit anderen Tradern, die vielleicht schon viel früher den Entwicklungsprozess angelaufen sind und sicherlich mehr
Erfahrung gesammelt haben. Das abzustellen ist sicherlich nicht einfach und gehört somit auch zu einem Major Fehler eines jeden Anfängers, doch es ist möglich. Du musst deinen eigenen Stil
finden. Frage dich, mit wem du dich eigentlich vergleichst. Mit anderen Tradern? Dann wirst du nur noch frustrierter, denn der Vergleich kann dein Konto, deine Karriere und noch vieles mehr
kosten.
Vergleiche dich niemals mit anderen. Es wird dich nicht weiterbringen. Generell gilt in jedem Bereich unseres Lebens, dass du deinen individuellen Weg finden musst, egal wie er auch aussehen mag.
Jeder denkt, handelt und fühlt anders. Jeder hat eine andere Basis, jeder wird mit anderen Situationen und Problemen konfrontiert, womit dir klar werden muss, dass ein Vergleich mit Person XY dir
von Grund auf nichts bringen wird. Unterlasse es und konzentriere dich auf deine eigene Person, deine eigene Entwicklung und Erweiterung deines Horizontes.
„Vergleiche dich nicht mit anderen Menschen, sondern mit dem Menschen, der du gestern warst“
Ein Stop Loss (Verlustbegrenzung) ist eine Orderart zur automatischen Schließung einer offnen Position, den ein Trader auf einem Handelsinstrument zu einem bestimmten Preislevel festlegt, sollte
der Markt gegen ihn laufen. Das Setzen eines Stop Loss ist besonders nützlich für das Ausblenden von Emotionen beim Handeln, da du Verluste nicht einfach laufen lässt, sondern deine Verluste
begrenzt und dadurch besser lernst, diese zu akzeptieren. Außerdem bist du somit nicht gezwungen, den Markt ständig zu überwachen.
Doch trotzdem gibt es den ein oder anderen Trader, der sich vor allem am Anfang nicht an diese Regel „Trade nie ohne SL“ hält. Wieso? Wie kommt so eine rebellische Haltung gegen sich selbst zu
Stande? Vor allem als Anfänger versucht man gewisse Regeln und Prinzipien zu umgehen. Man kann es mit einem kleinen Kind vergleichen, welches seine Grenzen testen will.
Es wird immer Trader geben, die denken, dass der Markt sich wieder in die (aus ihrer Sicht) richtige Richtung bewegen wird. Sie denken sie seien schlauer als der Markt. Hierbei werden Emotionen
und Hoffnungen über die Logik gestellt. Das Risiko für den Trader wird dabei unkalkulierbar. Im schlimmsten Fall hälst du Orders über Tage, Wochen oder Monate im Verlust, ohne dass sich der Preis
jemals wieder nennenswert in deine Richtung entwickelt.
Mit dem Stop Loss vermeidest du dieses Verhalten, indem du deine Verluste begrenzt und eventuell mit schlechten Positionen abschließt. Dies macht dich natürlich nicht automatisch zu einem
Profi-Trader, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Was bedeutet nun dieser Punkt? Kontrollierst du überhaupt, ob du im Flow bist?
Im „Flow’’ sein, bedeutet, dass man sich völlig in einer Tätigkeit verliert. Unsere Gefühle, Wünsche, unser Handeln und Denken sind in dieser Zeit komplett aufeinander abgestimmt. Im „Flow“ kann
man sich in vielen verschiedenen Bereichen des Lebens befinden, sei es nun in seinem Beruf, in seinem Hobby, in der Partnerschaft und genau so auch im Trading, da es in Zukunft hoffentlich dein
Hauptberuf sein wird. Wenn man Flow auf deutsch übersetzen würde, könnte man es mit einem „Schaffensrausch“ beschreiben. Es gibt verschiedene Komponenten, die sich gegenseitig ergänzen, um ein
Flow-Erlebnis zu erzeugen. Dazu gehören.
- Die Tätigkeit ist eine Herausforderung für uns, der wir uns gewachsen fühlen
- Der Alltag schafft es nicht, uns davon abzulenken
- Wir wissen, was wir wollen und wie wir es erreichen
- Wenn etwas gut oder schlecht läuft, wissen wir warum
- Wir können die Tätigkeit/das Gefühl kontrollieren
- Währenddessen existieren keine Sorgen
- Wir glauben, dass die Zeit schneller „vergeht“
Wie schaffen wir es nun diesen Flow-Zustand zu erlangen? Hört sich ja alles ziemlich erstrebenswert an, solche Gefühle und Gedanken jeden Tag zu haben, oder?
Der wichtigste Punkt ist, dass das Traden dir Freude bereiten muss. Traden muss uns so viel Freude bereiten, dass wir bereit sind, es durchzuziehen, auch wenn es einmal nicht so gut läuft.
Als nächstes gilt, negative Gedanken und Gefühle zu eliminieren. Dazu gehören insgeheim Versagensängste, eigene körperliche Beeinträchtigungen, Fehler aus der Vergangenheit, grundsätzlich
negative Einstellungen, Mangel an Selbstvertrauen. Ist nämlich der Fokus einmal aufs negative gerichtet, blockiert dieser notwendige fließende positive Strom. Ein Trader befindet sich in einem
Zustand innerer Ausgeglichenheit. Du solltest dir also immer die Frage stellen, ob du ausgeglichen bist, oder ob dich bestimmte Themen gerade ablenken. Wenn du Ärger zuhause hast oder
gesundheitlich angeschlagen bist, solltest du nicht handeln, da es dich mental beeinträchtigt.
Um im Trading Erfolge zu erzielen, braucht es volle Konzentration. Trainiere deine Konzentration, schalte dein Handy auf lautlos und informiere deine Familie, wenn es sein muss, dass du eine Zeit
lang nicht gestört werden willst. Lerne deinen Gedankenkarussell zu unterbrechen und alle Sorgen, Entscheidungen auf später zu verschieben. Solltest du dich schon Morgens nicht gut fühlen oder
sogar krank sein, dann fang erst garnicht mit dem Trading an. Meide die Ordersetzung und beschäftige dich dann lieber mit deinen Analysen oder deinem Mindset und deiner
Persönlichkeitsentwicklung.
Dieser Fehler kann schwer in einem Punkt ausgearbeitet werden, da fast in jedem Fehler Emotionen stecken, die einen dazu leiten so zu handeln. Emotionen sind der tägliche Begleiter eines jeden
Menschen. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausprägungen, da sie aufgrund unserer Wertesysteme geprägt werden.
Für viele Trader ist Geld ein ausgeprägter Wert, der Motivation, Euphorie aber auch Angst und Druck auslösen kann. Vor allem für viele Neulinge kann der Reiz des „schnellen Geldes“, gegenüber dem
klassischen Geld verdienen, den Tod für das Konto bedeuten. Während man mit klassischen Aktien Monate oder sogar Jahre warten muss, um 20-30% Rendite zu erzielen, kann ein Trade mit hohem Hebel
im FX Handel dieses Ergebnis in gerade mal 5 Minuten hervorrufen. Das macht die Sache so gefährlich, denn gerade dieses schnelle Geld verdienen, passt zu unserer Ungeduld und unserer Gier, Ziele
möglichst schnell erreichen zu wollen.
Wer also als Ziel verfolgt mit dem Trading möglichst schnell reich werden zu wollen, wird sehr, sehr schnell seine wahren Emotionen und Werte kennen lernen. Wer sich dessen nicht bewusst ist und
mit ihnen umzugehen lernt, wird scheitern.
Des weiteren werden Gewinne als „normal“ angesehen und Verluste werden laufen gelassen. Häufig passiert es, dass der Markt dann wieder zurück kehrt und dann im Drawdown verweilt, bis er uns dann
endgültig aus dem Markt kickt. Was dann passiert ist wirklich erstaunlich. Im Kopf schaltet sich ein gewisser Teil unseres Gehirns ein, welches wir „the reptilian brain“ bezeichnen. Dieser Teil
ist für unseren Schutz zuständig und wird jedesmal, wenn wir uns angegriffen fühlen, für unsere Verteidigung arbeiten. Und glaubt es mir, wenn ihr Geld verliert, werdet ihr euch angegriffen
fühlen. Zumindest am Anfang. Der Mensch ist nun mal emotional gesteuert, doch Gott sei Dank hat Stefan Kassing ein funktionierendes System auf die Beine gestellt, dass uns lehrt die Emotionen,
zumindest bei den wichtigsten Entscheidungsfindungen, rauszuhalten, sodass wir nur noch rational entscheiden müssen. Du kannst und wirst niemals deine Emotionen komplett ausschalten können, doch
kontrollieren kannst du und musst du sogar, ansonsten ist Trading nichts für dich. Aber wieso handeln wir nun emotional, vor allem bei Gewinn und Verlust?
Es heißt ja, je kritikfähiger man ist, desto besser ist es. Doch ist das wirklich so?
Ich bin der Meinung das niemand wirklich zu 100% kritikfähig ist. Es gibt vielleicht unterschiedliche Ausprägungen, wie Kritik aufgenommen wird und wie diese verarbeitet wird, dass ist aber dann
schon alles.
Kritik hört der Mensch nie gerne. Menschen mit geringem Selbstvertrauen kann Kritik systematisch zerstören. Als Trader musst du dich einstellen, jeden Tag Kritik zu bekommen und zwar
erbarmungslose Kritik. Ein Fehltrade ist Kritik an dir und deiner Entscheidung für diesen Trade. Ein Fehltrade ist nun auszuhalten. Ein zweiter auch noch. Ab dem dritten Fehltrade wird es dann
schon ungemütlich und der Trader reagiert verunsichert oder zornig. Beide Emotionen sorgen dafür, dass du dein Verhalten vor dem Bildschirm änderst.
Der unsichere Trader zweifelt nach drei Fehltrades an sich und seinem System (Punkt 7) und beginnt die Suche von vorn. Der zornige Trader wird diese Niederlage nicht akzeptieren und mit
„Rache-Trades“ arbeiten, die oft in noch höheren Positionsgrößen und demnach noch größeren Verlusten enden. Ein Teufelskreis. Das alles nur, weil die Emotionen die Überhand genommen haben.
Solltest du dich dabei ertappen so zu denken, zu fühlen oder zu handeln, dann erinnere dich daran, dass du noch an deiner emotionalen Fitness arbeiten musst.
Was bedeutet nun hier dem System zu 100% vertrauen? Das ist ein grundlegender Fehler den jeder Anfänger bis hin zum fortgeschrittenen SK Studenten noch macht. Das Vertrauen zu 100% auf Stefan
Kassing und seinem System zu legen, fällt sehr vielen Leuten schwer. Selbst wenn du denkst, dass du dem System zu 100% vertraust, wirst du Punkte bemerken, die das Gegenteil beweisen werden.
Punkt Nummer 1 ist das Durchtraden, wobei das ein Fehler ist den wir separat unter die Lupe nehmen und bearbeiten werden.
Punkt Nummer 2 ist, sich auf andere Meinungen und Systeme überhaupt einzulassen, diese verstehen zu wollen und daraufhin auf deren Meinungen zu traden. Während nun das SK System für einen
bestimmten Chart, ein Sell-Setup bereitstellt, hörst du auf andere „Profitrader“ die dich auf Long umstimmen. Des Weiteren lassen dich SL-Hits sehr schnell emotional werden, wie eben beschrieben,
wodurch du als Zweifler sofort andere Systeme in betracht ziehst und dabei hoffst eine Mischung aus beiden zu kreieren. Du folgst allen möglichen Tradern auf Instagram und versuchst die Trades zu
kopieren, obwohl Stefan dir ausdrücklich seine Regeln aufgesetzt hat. Du mischst nun verschiedene Ansichten die dich komplett aus der Bahn werfen. Du bringst ein komplettes Chaos in deinem
Handelsystem. Ich zwinge dich nicht unserer Community zu folgen, doch wenn du dich auf ein System einlässt, dann solltest du dieses auch zu 100% durchziehen und sowohl die sonnige Seite, als auch
die dunkle Seite des Systems akzeptieren und lieben lernen. Es ist wie Yin und Yang. Nur so baust du dein Vertrauen immer mehr auf, womit auch die Emotionen immer weniger Platz haben werden.
Selbst eine Reihe von SL Hits (die wirst du erleben, das garantiere ich dir) lassen dich nicht mehr davon abbringen das System zu erlernen und die Anwendung zu perfektionieren. Ich höre jedesmal
das Geschrei der Neulinge die nach etlichen SL Hits verzweifelt nach Hilfe suchen und das System anzweifeln. Gerade in diesen Situationen wirst du als Anwender geprüft, ob du überhaupt mental in
der Lage bist auch die stürmischen Zeiten zu übeleben, denn eins musst du wissen - „There is no growth without rain’’ - was so viel bedeutet wie, ohne den Regen, gibt es kein Wachstum. Wachstum
ist der wichtigste Faktor, also stelle dich jetzt schon mental auf Verluste ein und freue dich auf diesen Regen, der dich wachsen lässt, denn nach jeder Erschwernis kommt Erleichterung.
Viele haben diesen Satz schon mal gehört oder? Zumindest die Leute, die schon länger dabei sind, wissen damit sehr viel anzufangen. Da greift natürlich wieder das Vertrauen auf das System ein, wenn
ein Wendebereich festgelegt wird, und dieser dann von dir von Level zu Level durch getradet werden muss. Und trotzdem ist der Anfänger ziemlich scheu dieser Regel gegenüber, weil er eventuell zu
viele SL Hits kassiert, sodass die letzten Level dann außer Acht gelassen werden und der Markt gerade dann reagiert und den Preis in die gewünschte Richtung lenkt. An einem realen Beispiel zeige ich
dir, wie ich aus dieser Situation endgültig gelernt habe. In den beigefügten Screenshots sehen wir den GBPCHF und den EURGBP, die in einem, von uns vorher beschriebenen, Wendebereich liegen, und wir
auf Grund des Setups dort auf Longentrys bzw. Shortentrys lauerten. Ich persönlich habe den Markt am 50er und 55,9er so lange getradet, bis er mich das vorletzte mal stoppte und ich die Nerven verlor
und quasi „die Schnauze voll von GBP hatte!“ - Wieder eine emotionale Entscheidung, die ich dort traf. Ich löste mich quasi vom Chart und verlor den Fokus auf den Wendebereich. Siehe selbst wie mich
der Vertrauensbruch gnadenlos bestrafte. Natürlich sehe ich es heute nicht mehr als Strafe sondern als Lehre. Doch zu der Zeit, wenn dir nicht bewusst ist, dass du gerade einen Fehler gemacht hast,
fühlte es sich wie eine Strafe an. Ich kann dir eine Regel mit auf dem Weg geben: Wenn du beschlossen hast einen Wendebereich zu traden, dann ziehe jedes Level durch, koste es was es wolle.
Heute ist die Gier nach Geld wohl so groß wie nie. Moralisch gesehen ist Gier, denke ich zumindest, nicht direkt verwerflich. Gerade Gier ist das, was dabei hilft, die Angst vor dem Investieren zu
überwinden und Risiken auf sich zu nehmen. Sogar die Neugier ist eine Form von Gier, die einem zum Lernen antreibt und einen nach Wissen streben lässt. Solange man bei diesen Punkten stehen bleibt,
könnte man sagen, dass Gier eine gute Sache ist und man nichts verwerfliches damit macht. Doch genau hier müssen wir jetzt differenzieren zwischen gesunder und ungesunder Gier. Ungesunde Gier hat
ziemlich destruktive Seiten, die dich als Trader alles kosten können, solltest du ihr verfallen. Ich selber musste mir in meinem Journal mindestens 3 mal aufschreiben, dass ich aufhören soll gierig
zu sein, dass ich Gewinne auch mal realisieren soll und nicht nur laufen lasse. Der Chef im Börsenhandel ist der Markt. Der Markt entscheidet, ob die Kurse heute fallen, steigen oder sich im „Kreis
drehen“. Es interessiert ihn nicht, was du denkst, fühlst und möchtest. Er entscheidet, nicht du. Somit musst du dir jedesmal klare und smarte Ziele als Daytrader legen, z.B. das entgegengesetzte
Korrekturlevel, da dort immer eine Gegenreaktion möglich ist und dich somit wieder zurück auf Breakeven oder sogar in den SL werfen kann. Nur die Gier, hält dich davor, Gewinne zu realisieren, weil
du erwartest das Ziellevel zu erreichen. Ein schönes Beispiel für Smarte Targets und die daraus resultierende Reaktion, womit du mit Gier nicht weit gekommen wärst, siehst du im folgenden Screenshot
im AUDCAD.
Overtrading bedeutet, dass man zu viele Positionen eröffnet. Dieser Fehler wird sogar als Unterpunkt zur Gier betrachtet. Man hat Angst etwas zu verpassen, sieht in jeder neuen Bewegung die große
Chance und erhofft sich endlich den Sprung von roten Zahlen auf blaue Zahlen. Man ist getrieben von Gier, jede Rendite-Chance ausnutzen zu wollen. Dadurch jagt man oft Situationen nach, die man
im Nachhinein bereut. Ein anderes Beispiel ist der Ausbau der Positionen, sodass du mehrere Positionen in einem Bereich eröffnest, womit du dir erhoffst mehr Gewinn machen zu können.
Das Ergebnis sind eine Menge zweitklassiger Trades, eine miserable Performance und vor allem Kosten, die du an den Broker gezahlt hast, nur weil du überall dabei sein wolltest. Gerade mit unserem
System bringt dich das over traden schnell in den Ruin, da wir über 36 Märkte handeln. Stell dir vor du handelst jeden möglichen Wendebereich ohne vorher zu selektieren ob sie funktionieren
könnten oder nicht. Ganz schnell hast du mehr als 20 SL Hits in nur einem Tag gesammelt. Und so bringst du dich in einen Teufelskreis, in eine ich nenne sie Verlustspirale. Hör auf Trades zu
erzwingen, denn das bringt dir nichts. Mache nicht den Fehler wie ich, der sich selbst künstlichen Druck erzeugt hat, sich selber Druck aufgesetzt hat. Heute bin ich froh, denn es hat mich viele
Fehler gekostet, die mich persönlich weiter gebracht haben. Doch wenn du jetzt von vornherein liest, dass es nach hinten losgehen wird, wenn du so handelst, wirst du hoffentlich keinen Druck
erzeugen, den je nach eigener mentaler Stabilität, kann dich künstlicher Druck auch kaputt machen. Du brauchst sowas nicht. Du musst dir die Zeit und vor allem die Ruhe geben, die du für deine
Entwicklung zum Trader brauchst. Du bist weder zu spät, noch zu früh.
Ich erinnere an ein Zitat vom Maestro Stefan Kassing der eins sagte: Trades zu erzwingen bringt so viel, wie ein Furz zu erzwingen, da kommt nur Scheiße bei raus.“
So übertreibe es nicht. Weniger, ist mehr ;)
Dieser Fehler sitzt in jedem Anfänger tief verankert. Hier gewinnen deine Emotionen überhand. Das emotionale Schließen der Trades gehört zum Beispiel dazu. Oder das Nachziehen des SL, statt ihn
auf Break Even zu ziehen, weil man BE nicht als Gewinn akzeptiert. Eventuell ziehst du deinen SL sogar im Drawdown weiter, womit du dein CRV zerstörst und Gefahr läufst noch mehr zu riskieren?
Eventuell hast du, aufgrund einer anderweitigen Tätigkeit, nicht die Chance ständig analysieren zu können. Nun ergibt sich dann die freie Zeit, wo du vor den Charts sitzt, dann möchtest du
natürlich auch traden, richtig ? Doch was ist, wenn gerade zu der Zeit, keine validen Entry’s geboten werden, wodurch du erst einmal warten müsstest. Gehst du trotzdem Trades ein, nur damit du
dir die Bestätigung holst, dass du getradet hast? Hast du Angst, dass du etwas verpassen könntest? Oder bist du der Typ Trader, der nonstop vor den Charts sitzt und möglichst jede Bewegung
mitnehmen will? Der quasi, aufgrund des FOMO-Prinzips, overtradet?
Hast du dich mal dabei erwischt, wie du inmitten einer Bewegung reingesprungen bist? Du siehst wie der Markt grandios am Wendebereich reagiert hat, sodass du sofort auf emotional schaltest und
geleitet wirst, von Gier und der Angst diesen Move zu verpassen? „Kann ja klappen.“ Das Resultat ist leider in den aller meisten Fällen negativ. Eventuell hast du einmal Glück und kannst die
Welle mitreiten, doch reproduzieren wirst du es nicht. Somit wird der Trade auch langfristig nichts zu deiner Entwicklung beisteuern. Im Gegenteil, der Markt suggeriert dir eine Chance womit du
dadurch manipuliert wirst, es wieder und wieder und wieder zu tun.
Erwähnenswert ist auch das wilde platzieren in den jeweiligen Korrektur - oder Ziellevel. Fang an, die einzelnen Level strikt einzuhalten. Du siehst es ja jeden Tag, wie genau das System
funktioniert.
Der nächste Punkt wäre das Traden einer gefinishten Sequenz. Stellt euch vor, wir kommen von einem übergeordneten bullishen Wendebreich und starten mit einer bullishen Sequenz, die aus
Daily-Sicht eine Micro-Sequenz darstellen würde. Viele beachten diesen Fakt nicht und wollen unbedingt noch die Korrektur vom Zielbereich C traden. Sie rechnen mit einer Korrektur und somit auch
mit angeblich verpassten Gewinnen. FOMO.
Übermut und Respektlosigkeit sind Gefühle die jeder Anfänger spürt und das nicht nur einmal. Die meisten sagen, dass Angst und Gier die häufigste Ursache für Tradingfehler sind, doch meiner
Meinungnach ist Übermut ein weitaus dominanterer Faktor, der dich zu Verlusten führt. Deswegen gebührt diesem Fehler ein extra Rang, wobei ich erwähnt hatte, dass das hier keine Rangliste ist,
sondern eineAuflistung der wahrscheinlichsten Fehler eines Anfängers. Jedoch ist es wirklich so, dass Übermut häufig zu Verlusten führt. Ist dir auch einmal aufgefallen, dass du bei erreichten
TP’s denkst, dassdu der „King“ wärst und das Traden angeblich verstanden hast, sonst würdest du kein Geld damit verdienen? Du bist emotional gepackt, dein Tag ist super, du bist so gut drauf,
weil du denkst, dass duden heiligen Gral gefunden hast. Deswegen wirst du übermütig und verlierst den Respekt gegenüber diesem „Heifischmarkt“. Der Markt der dich des öfteren aufgefressen hat.
Doch trotzdem lösen dieseGefühle etwas in dir aus. Du überschätzt dich selbst, aufgrund dieser Freude und Euphorie. Dann vergisst du plötzlich, dass du ingesamt sogar einen Verlust für den Tag
eingefahren hast. Du wirstsauer und wenn du dann deine Emotionen nicht im Griff hast, gehst du noch einmal ein Trade ein, mit höherem Risiko. Plötzlich overtradest du auch noch. Du willst den
Gewinn wieder rausholen, sonsthast du heute keine Fortschritte gemacht, weil du nur in Geld denkst. Willkommen in der Verlustspirale. Ja, genau diese emotionale Achterbahnfahrt bin ich persönlich
gefahren, weswegen ich auseigener Erfahrung sprechen kann. Bau dir den Respekt auf. Versuche mit klarem Kopf zu traden, sodass du bei einem Gewinn ruhig bleibst und dankbar dafür bist. SEI
DANKBAR. Sei Demütig. Bleib auf denBoden. Und während ich diesen Text schreibe erinnere ich mich wieder daran, wie wichtig diese beiden Eigenschaften sind, um wirklich erfolgreich zu werden.
Vergiss nicht, dass Hochmut meistens vordem Fall kommt.
Die nächsten Fehler (P.13 & P.14) werden nun etwas Systemspezifischer, womit der SK Student zumindest mal, in den ersten 2 Jahren konfrontiert wird und seine individuellen Probleme mit haben
wird.
Dieser Punkt ist sehr, sehr interessant. Wie entsteht so ein Fehler, dass Sequenzen falsch bewertet werden? Bist du auch schon mal wild in den Markt reingesprungen, nur weil du eine Sequenz
ausfindig machen konntest. Hast du sie nicht auch voller Euphorie getradet? Eventuell hast du nicht beachtet, dass der Markt in einem attraktiven Kauf oder Verkaufsbereich ist, womit du Geld in
den Sand gesetzt hast.
Ganz klar, dir fehlte das ganze Bild. Welches meiner Meinung nach viel zu oft unterbewertet wird, nur weil wir als Intraday-Händler im M30 handeln. Natürlich tradest du im 30 Minuten Chart,
jedoch musst du immer das ganze Bild betrachten, egal wie unrealistisch die Ziellevel einer übergeordneten Sequenz an erster Stelle erscheinen mögen. Du brauchst immer einen sogenannten Fahrplan!
Willst du die Spuren der Grossen erkennen? Dann musst du auch groß denken!
Die Priceaction ist die Fähigkeit anhand von Marktbewegungen zu erkennen bzw. zu interpretieren, wohin der Markt in Zukunft sehr wahrscheinlich laufen könnte, ohne daraus einen direkten Entry
herauszubekommen. Sie ist elementar wichtig um allgemein zu verstehen, wie sich ein Markt bewegen muss, um andere Ziele zu erreichen. Priceaction ist nichts, was du sofort auf Anhieb verstehen
wirst bzw. für deine Entrys anwenden wirst. Es ist ein langwieriger Prozess, den Marktverlauf zu verstehen. Um wissen zu können wieso der Markt nach A, zu B, zu C und zu D verläuft, werden viele
Beobachtungsstunden benötigt. Selbst dann bist du noch kein Profi, nur weil du aufgrund der Priceaction den Markt vorhersehen kannst. Ich bin selber noch ziemlich am Anfang und weiß, dass ich
sehr viele Fehler aufgrund dieser fehlenden Skills gemacht habe und eventuell noch machen werde. Trotzdem denke ich, dass ich das Grundgerüst der Priceaction beherrsche, um interessante Charts
selektieren zu können.
Hier ein schönes Beispiel, wie Charts selektiert werden können, sodass du dir den ein oder anderen SL Hit ersparen kannst.
Sowas hört ihr bestimmt jeden Tag, dass man mit Disziplin handeln muss. Richtig. Wisst ihr aber was, mit Disziplin handeln, gemeint ist? Wer an der Börse Erfolge erzielen will, sollte sich diesen
Punkt zu Herzen nehmen. Es geht nur mit Disziplin. Und genau da liegt womöglich die schwerste und zu gleich größte Herausforderung beim Traden. Ein Trader sollte einen Handelsplan ausgearbeitet
haben, an den er sich strikt hält (SK Tradingsheet). Dieser Plan sollte konsequent und präzise eingehalten werden. Gut, dass wir solch einen Plan schon haben. Wir haben einen festen Fahrplan, mit
festen Regeln, die uns quasi zu Disziplin zwingen. Wir können uns wirklich sehr glücklich schätzen solch ein Handelssystem mit festen Parametern von Beginn an zu erhalten. Denn genau da liegt die
größte und zugleich schwierigste Herausforderung beim Traden. Einen Handelsplan zu erstellen, der reproduzierbar ist und dich profitabel macht und ihn vor allem diszipliniert einzuhalten. Diesen Weg
konstant einzuhalten, schaffen die Wenigsten. Ein weiterer Punkt der zur Disziplin zählt ist, den Stoploss zu akzeptieren, sie nicht zu versetzen oder sie gar zu löschen. Jedesmal wenn du solche
emotionalen Handlungen vollziehst, kannst du dich dabei erwischen wie du deine Disziplin verlierst und dich außerhalb des Regelwerks bewegst. Natürlich erzielst du dann auch ein anderes Ergebnis. Du
darfst dann nicht das System beschuldigen, wenn du es nicht schaffst dich an ganz einfache Regeln zu halten. Ich meine du musst dich in deinem Leben doch sonst so oder so immer an gewisse Regeln
halten. Dann tu es doch jetzt auch. Sturheit wollte ich ebenfalls als Majorfehler erwähnen. Nicht dass ich stur gehandelt habe, jedoch ist dieser Punkt durch meine mehr als 1 1/2-jährige Beobachtung
zustande gekommen. Ich habe gemerkt, dass es Trader da draußen gibt, die Ratschläge nicht wahrnehmen wollen und denken, sie wüssten alles besser. Andere wiederum kennen die Regeln, doch setzen sie
nicht um, weil sie immer noch zu rebellisch unterwegs sind. Sie sind stur in der Nichteinhaltung der Regeln. Sie begehen einige Fehler immer und immer wieder, dabei wissen sie, dass es ein Fehler
ist. Doch sie beharren darauf. Sie wollen das Rad neu erfinden. Hierzu kann ich nur abschließend sagen, dass ihre Ignoranz sie sehr, sehr viel Kosten wird.
Dieser Punkt war mir ehrlich gesagt bis Dato auch nicht bekannt, doch ich lebte ihn andauernd. Der Framing-Effekt ist eine Studie die nachweislich aufzeigt, dass Menschen einem Geldbetrag eine
unterschiedliche Bedeutung beimessen. Beispiel: Im ersten Fall sagt man einer Person, dass sie 20€ von 50€ behalten darf. Im zweiten Fall, dass sie 30€ von 50€ abgeben muss. Obwohl das Ergebnis
dasselbe ist, fällt die Bewertung der Situation im ersten Fall positiver aus als im zweiten Fall. Auch wird ein Gewinn von 100€ bei einer Accountgröße von 1.000€ höher bewertet, als der gleiche
Gewinn bei einem Kontostand von 10.000€. Darauf muss aufmerksam gemacht werden, denn als ich von diesem Effekt laß, musste ich ihn mit in die Liste nehmen, da ich genau so gedacht und gefühlt habe,
genau so wie du auch. Diese verzerrte Wahrnehmung kann bei dir, wenn du nur über ein relativ geringes Kapital verfügst, zu Problemen führen. Denn vor allem als Anfänger erwartest du häufig schnelle
und große Gewinne. Folglich riskierst du häufig hohe Geldbeträge. Erinnere dich an diesen Effekt, denn es ist Fakt, das wir Geldbeträgen unterschiedliche Bedeutungen beimessen. Lass dich nicht
entmutigen, nur weil du die selbe Analyse gemacht hast, den selben Entry gefunden hast und trotzdem nicht so viel Geld generieren konntest wie Person XY. Klar, machen wir uns nichts vor, je größer
das Kapital, desto attraktiver wird der Handel. Doch auch wenn du noch nicht so weit bist solche Beträge handeln zu können, halte fest am System, denn deine Zeit wird kommen, davon bin ich fest
überzeugt.
Dies ist ein Punkt der mich die letzten 20 Monate verfolgt hat. Ich habe mir selber künstlichen Druck erzeugt, der mich sehr viele Fehler gekostet hat. Ein Druck der dich auf der einen Seite
lähmt und auf der anderen Seite zum Tatendrang zwingt. Ein Gefühlschaos, welches du nicht einfach ausschalten kannst. Es sind viele Faktoren die darauf einwirken und diesen Druck erzeugen. Bei
mir war es so, dass ich meinen Job an den Nagel gehangen habe. Somit herrschte der finanzielle Druck, vor allem in den ersten 12 Monaten war dieser Druck spürbar und real. Egal wie oft ich es mir
einreden wollte, dass ich noch Zeit habe und dass man am Anfang nicht ans Geld verdienen denken sollte, sah die Realität anders aus. Der Welt interessiert es nicht, ob du noch Zeit brauchst oder
ob du schon profitabel bist oder nicht. Du musst Rechnungen zahlen und dein Leben und das Leben deiner Familie unterhalten können. Wenn du dann von einem gut bezahlten Job aussteigst, weil du so
überzeugt vom Traden bist und dann 1 1/2 erstmal nichts verdienst, sondern nur Lehrgeld zahlst, dann erzeugt sich von Verlust zu Verlust ein künstlicher Druck ,der dir sagt, dass du bald den
Durchbruch schaffen musst, dass es so nicht weiter gehen kann. Dieser Druck führte dazu, dass ich viele oben genannte Fehler selbst begangen habe. Oft overtradete ich, oder ich hielt mein
Risikomanagement nicht ein, oder reagierte sehr emotional gegenüber Verluste und Gewinne. So tradete ich auch wenn es mir nicht so gut ging und ich nicht im Flow war. Doch ich sag dir hier und
jetzt, mach nicht den selben Fehler wie ich. Lass dich nicht unter Druck setzen, denn es wird dich nur noch mehr Geld kosten. Ich weiß dass ich mehr Geld verloren hab als ein durchschnittlicher
Anfänger der mit 200-1000€ Kontogröße seine Erfahrungen sammelt. Natürlich rate ich niemanden sofort seinen Job zu kündigen. Wer an diesen Schritt denkt, sollte immer Rücklagen haben und Menschen
um sich herum, die hinter der Entscheidung stehen und immer da sind, wenn du zu Boden fällst und glaub mir du wirst zu Boden fallen. Doch wenn ich jetzt zurückblicke weiß ich, dass dieser
risikoreiche Schritt alles aufzugeben, um das Traden zu lernen und Stefan zu folgen, sich gelohnt hat und dass alle Fehler ihren Platz in meiner Entwicklung eingenommen haben.
Erwischst du dich also dabei, künstlich erzeugtem Druck ausgesetzt zu sein, dann erinnere dich an diesen Punkt und lies ihn nochmal durch. Versuche diese Knoten zu lösen, dann wird es dir viel
besser ergehen.
Kennst du auch nur eine einzige Person, die erfolgreich und glücklich ist und trotzdem anderen Leuten die Verantwortung für ihr Leben überlässt? Natürlich wirst du diese Person nicht finden, denn
es ist genau die Kerneigenschaft, die die Person so erfolgreich macht. Sie übernimmt die Verantwortung für jede Entscheidung. Die meisten Menschen geben sie ab, deswegen sind auch nur die
Wenigsten erfolgreich. Doch was passiert, wenn du die Verantwortung aus Angst abgibst? Angst haben zu scheitern, Angst haben der Situation nicht gerecht zu werden oder die berühmt berüchtigte
Angst, dass andere schlecht über dich denken könnten.
Des weiteren gibst du anderen die Schuld für deine Situation. Du machst andere dafür verantwortlich, dass es dir nicht gut geht oder es bei dir nicht so läuft, wie du es dir vorstellst oder
wünschst. Geben wir es zu. Wir neigen dazu unsere Umstände als Ausrede zu missbrauchen. Es gibt zwei Sichtweisen auf die man bei Problemen blicken kann. Entweder auf die der Umstände, oder die
der Antwort. Verändern wir unsere Antwort und suchen nach Lösungen, gehen wir den richtigen Weg ein. Verweilen wir auf dem Weg der Umstände, geben wir konstant unsere Verantwortung ab. Ändere
deine Antwort auf die Situation. In Verantwortung steht nicht umsonst das Wort Antwort.
Du wirst immer abhängig von anderen bleiben, wenn du nicht anfängst jede Entscheidung selbst zu fällen. Das bedeutet, dass du auch mit den Konsequenzen leben musst, genau deshalb gehen wir oft
der Verantwortung aus dem Weg, aus Angst nicht mit den Konsequenzen klar zu kommen. Die meisten Leute können keine Entscheidung treffen, aus Angst einen großen Fehler zu begehen. Und deswegen
ruhen sie in ihrer Komfortzone und schießen dann auch sehr gerne, wenn etwas nicht so funktioniert, wie sie es sich vorstellen. Dieser Fehler ist ein bedeutender Fehler eines Anfängers, da die
meisten Anfänger noch Angestellte sind und dort jeden Tag Verantwortung abgeben oder weiterleiten. Sie kennen es quasi nicht anders. Natürlich sind auch sehr viele junge Menschen dabei, die
eventuell noch nie richtig Verantwortung übernommen haben. Ihnen wird es umso schwerer vorkommen, beim Traden Verantwortung zu übernehmen. Genauso gehört die Schuldzuweisung auf andere Trader
dazu. Es gilt, wem wir die Schuld zuweisen, dem geben wir Macht. Ich mein, die Versuchung ist ja da, zu sagen, dass er oder sie Schuld trägt, oder dass die Ideengruppe gesagt hätte ich solle
kaufen bzw. verkaufen. Wenn wir das tun, machen wir die Person größer und uns kleiner. Und im Ergebnis sind wir Opfer.
Fange an Verantwortung zu übernehmen, sonst bist du ein Opfer. Opfer machen sich selber schwach. Opfer machen sich selber klein. Opfer machen sich selber unglücklich. Deswegen heißt der Leitsatz:
SEI KEIN OPFER!
Ein sehr wichtiger Punkt, weshalb die meisten ihre Fehler garnicht erst erkennen, und dadurch diesen Fehler wie in einem Hamsterrad wiederholen. Ich bin dankbar dass Stefan uns im Mentoring auf
diesen Punkt aufmerksam gemacht hat und uns daran erinnert hat. Er weiß genau was er tut. Selbstreflexion ist der Key zu allem. Ich möchte euch nun auf die Wichtigkeit der Selbstreflexion
aufmerksam machen, indem ich euch zeige, was sie euch bringen wird, wenn ihr sie vollzieht.
Wenn du dich mit der Zeit selbst verstehen willst, deine Macken, sowie Fähigkeiten kennen lernen willst, dann führt kein Weg an der Selbstreflexion vorbei. Oder noch radikaler ausgedrückt: Ohne
diese Selbstreflexion wirst du es nie schaffen. Denn wie ich sagte, der Anfänger begibt sich auf dem Weg zur Persönlichkeitsentwicklung. Während dieser Entwicklung musst und wirst du dich kennen
lernen. Eine Selbstreflexion ist der passende Schraubenzieher für diese Entwicklung. Sie wird dir helfen, deine Muster und Absichten von dir zu verstehen. Sie wird dein Selbstwertgefühl eventuell
stärken. Sie ermöglicht dir, Gedanken über deine Probleme und Schwierigkeiten im Leben zu machen. Sie lässt dich hinterfragen. Was macht die Situation so schwer? Wovor könnte ich Angst haben?
Welche Erwartungen bring ich mit? Woher kommen diese Emotionen? Welche äußeren Faktoren wirken auf mich ein, wie wirken sie auf mich ein? Bin ich mir dessen Auswirkung überhaupt bewusst? Wie
berücksichtige ich diese Faktoren auf mein Trademanagement? Die Selbstreflexion bringt dich dazu, dich selbst in einen bestimmten Typ zu kategorisieren. Welcher Typ Mensch bin ich? Welcher Typ
Trader bin ich? (z.B. Riskmanager oder Trader). Beschäftige dich wahrhaftig damit und du wirst sehn, welche Klarheit du dir damit verschaffst, und wie viele Steine du damit schon im Vornherein
aus dem Weg räumst. Du verschaffst dir damit eine Erkenntnis deiner Fehler bzw. Probleme, womit du daraufhin mit der Änderung oder Unterlassung des Fehlers beginnst, damit du nicht wieder bei
diesem Problem landest. Kommen wir also zum Punkt Veränderung. Denn die Selbstreflexion ebnet dir den Weg zur Veränderung. Die Erkenntnis ist der erste Step, die Veränderung der zweite. Somit
stehst du dir nicht mehr im Weg.
Ein Weiterer Punkt der dir Mehrwert bietet und ich für sehr wichtig halte ist, dass wenn du dich selbst vor Gericht stellst, dein Selbstvertrauen unheimlich wächst. Du kannst über deine Probleme
und Ängste offen sprechen weil du sie akzeptiert hast und mit ihnen umzugehen lernst. Allein das Gefühl, das du etwas verändern konntest, wird dich bereichern, da du es selbst geschafft hast. Du
brauchtest keine Familienangehörige, keinen Freund oder irgendwelche anderen Ratschläge, die dich dran erinnern müssen etwas zu ändern. Nein du hast dich selbst hingesetzt und dir den Spiegel
vors Gesicht gehalten. Das erfordert auch Mut. Doch wir Trader sind generell mutig, von daher wird das kein Problem darstellen. Ein hoch auf uns. Dieses Selbstwertgefühl gibt dir einen Push, weil
du merkst, dass du mitbestimmen kannst, was in deinem Leben passieren soll und was nicht.
Hast du nun das Problem erkannt und aus dem Weg geräumt, hast du Platz geschaffen für neue Erfahrungen und Erkenntnisse. Du kannst dich nun weiterentwickeln und neuen Herausforderungen stellen.
Gerade diese Selbstreflexion ermöglicht uns unser Potenzial zu nutzen, denn es schlummert in jeden von uns.
A man is literally what he thinks, his character being the complete sum of all his thoughts.“ - James Allen.
Dieses Thema ist mein Lieblingsthema, womit ich mich persönlich auch wirklich jeden einzelnen Tag beschäftige. Ich selber pflege meine Gedanken jeden Tag. Konstant. Ich habe es mir zur Pflicht
gemacht. Sebastian Vettel sagt, dass ihm keiner die Stunde vor dem Schlafen und nach dem Aufstehen nehmen kann. Sie ist sehr Wertvoll und deswegen legt jeder erfolgreiche Mensch sehr viel Wert
auf diese zwei Zeiten. Wer versteht, wie die Welt funktioniert, wird sich diese Zeit nehmen um an seinen Gedanken zu feilen. Ich habe verinnerlicht, dass alles was du in deinem Leben anziehst,
als erstes in deinen Gedanken kreiert wird. Fügst du diesem Gedanken deine Emotionen hinzu, wird sich dieser Gedanke immer in deiner Außenwelt manifestieren.
Fang an deine Gedanken zu richten, lenke sie in deine gewünschte Richtung. Fang an positive, stärkende und kraftvolle Gedanken und Emotionen aufzubauen. Lasse keine negativen Gedanken an dich
ran. Ich kann euch einige meiner Merksätze verraten, die ich mir jeden Morgen vorlese und es wie ein Gesetz für mich behandle.
Geistesgesetz: Ich akzeptiere nur Gedanken und Vorstellungen, die meinen Geist aktivieren, heilen, segnen und inspirieren.
Des weiteren sage ich mir dann auf: So wie ich im inneren denke und fühle, so gestaltet sich meine äußere Welt, somit mein Körper, meine Finanzen, meine Umgebung,
meine soziale Stellung. Denken und fühlen formen mein Schicksal. Gedanken, die mit Gefühl und Bedeutung aufgeladen sind, werden sich immer subjektivieren und in meiner Außenwelt
manifestieren.
Somit sage ich mir seit mehr als einem Jahr, dass ich dankbar bin, ein Tradingprofi zu sein, dass mein Reden und Handeln die Menschen überzeugt. Dass ich
extrovertiert, selbstbewusst und selbstsicher bin. Dass ich alles schaffe, was ich will, dass ich ein Sieger bin. Dass ich keine Ente bin, sondern ein Adler. Dass ich niemals aufgebe, dass ich
unaufhaltbar bin. Dass ich von Grund auf immer positiv eingestellt bin etc. Diese Dinge stehen schon eine Weile in meinem magischen Buch und bin verblüfft, dass einige Punkte schon zur
Realität geworden sind. Es ist wahr Leute, wir kreieren unser Leben! Wir sind der Schmied. Es ist essentiell wichtig, dass wir uns positive Dinge aufsagen und sie anfangen zu glauben und vor
allem fest davon überzeugt sind, dass sie geschehen werden. Und der wichtigste Schlüssel dabei ist, das wir Emotionen mit einbeziehen.
Die meisten Menschen haben einen festen Glauben bezüglich ihres Potentials, unabhängig davon was man ihnen sagt. Dieses Potential beeinflusst ihre Handlungen, das beeinflusst wiederum ihre
Resultate und die Resultate bestärken dann abschließend wieder ihren Glauben. So schließt sich der Kreis. Hier mal ein Beispiel, welches ich dir näher bringen will, wie es wäre wenn du im
Teufelskreis der Negativspirale gefangen wärst.
Wenn du glaubst, dass du ein Schwächling bist, wirst du niemals ein Muskelpaket. Jeder Mensch hat nämlich einen Glauben: eine Vorstellung davon, was möglich ist und was nicht. Dieser Glaube
bestimmt wieviel Potential du freisetzen kannst.
Nun glaubst du, dass du ohne Muskeln sowieso nichts schweres heben kannst, womit du dein Potential hier schon festlegst. Klar, das die daraus resultierenden Aktionen gewisse Resultate
hervorbringen. Nun wenn du nichts hebst, wirst du nicht stärker. Das Resultat ist, das du nicht stärker geworden bist, welches dein Uhrgedanken wieder erreicht und bestätigt, dass du ein
Schwächling bist.